Verhandlungsdolmetschen:
Verständigung im Detail
Verhandlungsdolmetschen funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Konsekutivdolmetschen, nur sind die Redebeiträge deutlich kürzer. Sie bestehen in der Regel aus zwei bis drei Sätzen, für die der Dolmetscher keine Notizen zu machen braucht. Verhandlungsdolmetschen kommt zum Einsatz, wenn zum Beispiel technische Details unter Fachleuten diskutiert werden oder Anwalt und Mandant sich über ihre Vorgehens- weise austauschen, d.h. in einer lebendigen Diskussion, zu der mehrere Teilnehmer gleich oder ähnlich viel beitragen.
In der Praxis sind die Grenzen zwischen Konsekutiv- dolmetschen und Verhandlungsdolmetschen fließend. Oft ist
es eine Frage der Thematik, des Zusammenspiels zwischen Dolmetscher und Gesprächsteilnehmern und des Gesprächs- rahmens (offizieller Auftritt oder Arbeitsrunde), die darüber entscheidet, wie lang die gedolmetschten Abschnitte werden.


